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Bidirektionales Laden (V2G): Der Wegbereiter für die Mobilitäts- und Energiewende
Wien, Dezember 2024
ICBC: Ein FFG-gestütztes Forschungsprojekt
Konkretisierung der V2G-Technologie und Nutzen für das Stromnetz:
Die V2G-Technologie ermöglicht es Elektrofahrzeugen, nicht nur Strom zu laden, sondern auch überschüssige Energie aus der Fahrzeugbatterie zurück ins Netz oder ins Haus zu speisen. Dadurch können Elektrofahrzeuge als flexible Energiespeicher genutzt werden, die zur Entlastung des Stromnetzes, besonders in Zeiten hoher Nachfrage, beitragen.
Konkrete Lösungen und praxisorientierte Umsetzung:
Das ICBC-Projekt verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, um Lösungen für eine einfache und zuverlässige Kommunikation zwischen Elektrofahrzeugen, Ladestationen und Backend-Systemen zu entwickeln. Ziel ist es, eine flexible V2G-Architektur zu schaffen, welche die Integration von Fahrzeugen erleichtert und Endverbraucher:innen ermöglicht, ihre Ladeinfrastruktur zu Hause zu nutzen, um Strom aus ihren Fahrzeugen zu entnehmen oder überschüssige Energie ins Netz zu verkaufen – was sowohl zur CO2-Reduktion als auch zu finanziellen Vorteilen führt.
V2G als Enabler der Mobilitätswende:
Die genannten „finanziellen Vorteile“ von V2G sind ein entscheidender Faktor, der die Kaufentscheidung zugunsten eines elektrifizierten PKWs beeinflussen kann. Angesichts steigender Netzkosten, die durch den Ausbau der Netzinfrastruktur und die zunehmende Stromnachfrage bedingt sind, wird die Nutzung von Elektrofahrzeugbatterien als Energieressource immer wertvoller. Die Integration von V2G in das bestehende System stellt nicht nur eine Lösung für infrastrukturelle Herausforderungen dar, sondern bietet E-Auto-Fahrer:innen auch eine wirtschaftliche Chance. Sie können ihre Fahrzeugbatterien zur Entlastung des Stromnetzes einsetzen und von finanziellen Anreizen profitieren, indem sie überschüssige Energie zurück ins Netz einspeisen.
Rolle der Projektpartner:innen:
- Technische Universität Wien (TU Wien): Koordination des Projekts, Forschung zu Schnittstellen und Softwareanwendungen zur Sicherstellung der Kommunikation zwischen Fahrzeugen, Ladestationen und Backend-Systemen.
- Forschung Burgenland: Untersuchung der ökonomischen Vorteile von V2G, insbesondere zur Reduzierung der Netzkosten und Verbesserung der Energieeffizienz.
- KEBA: Entwicklung der notwendigen Hardware-Innovationen für die Ladeinfrastruktur und deren Integration in bestehende Systeme.
- kW-Solutions: Erarbeitung einer Blueprint-Architektur und Durchführung von Tests. Einbringung von Expertise in der Entwicklung flexibler Softwarelösungen, die eine umfassende Vernetzung der Systeme ermöglichen.
Praktische Anwendungen und Marktfähigkeit:
Das Projekt ist in sechs Arbeitsbereiche gegliedert, die konkrete Themen, von der Entwicklung der Use-Cases über Software- und Hardware-Schnittstellen bis hin zur Systemarchitektur, abdecken. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der praktischen Marktfähigkeit der Lösungen, um sicherzustellen, dass diese zeitnah und effizient in der Praxis umgesetzt werden können.
Rahmen des Projekts:
Websites der Projektpartner:innen
- Technische Universität Wien (TU Wien): www.tuwien.ac.at
- Forschung Burgenland: www.forschung-burgenland.at
- KEBA: www.keba.com
- kW-Solutions: www.kw-solutions.at
Für weitere Informationen:
Roman Schachenhofer
Marketing & Communications Manager | roman.schachenhofer@kw-solutions.at
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